Wissenschaft und Forschung

Im Jahr 2024 übernahm Badura in Berlin im Rahmen einer Teilzeitstelle die politische Interessensvertretung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e. V. (DOG), der ältesten wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaft in der Augenheilkunde.
In dieser neuen Funktion bringt er sich vor allem für die ophthalmologische Forschung und eine optimale augenheilkundliche Versorgung von Patientinnen und Patienten ein. „Wir freuen uns, dass uns Franz Badura mit seiner Expertise überzeugend unterstützen wird“, sagt DOG-Generalsekretär Professor Dr. med. Claus Cursiefen.

Aufgrund seiner 1986 diagnostizierten erblichen Netzhauterkrankung, Retinitis Pigmentosa, begann Franz Badura sich schon in sehr jungen Jahren für die nationale und internationale Netzhautforschung ehrenamtlich zu engagieren.
Bereits 1990 besuchte er zum ersten Mal den Retina International World Kongress in Dublin und 1994 das erste „International Symposium on Retinal Degeneration“, welches als das fokussierteste Treffen für Wissenschaft und Forschung auf diesem Gebiet gilt, um sich immer auf den neuesten Stand in der Netzhautforschung zu bringen.
Ein weiterer Meilenstein seiner ehrenamtlichen Arbeit war die Leitung des Organisationskommitee‘s für den 17. Weltkongress von Retina International in Hamburg.
Seit 2020 hat er den Vorsitz der Board of Directors dieses internationalen Dachverbandes von Patientenorganisationen, Retina International, inne.
Ebenfalls seit Anfang der 90-er bis 2023 war er Mitglied im Arbeitskreis ‚Klinische Fragen’, einem Expertengremium des Wissenschaftlich Medizinischen Beirates der PRO RETINA Deutschland e. V., bestehend aus den führenden Klinikern Deutschlands, um diagnostische und versorgungs-relevante Fragestellungen sowie neueste Therapieansätze kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren.
Seit Mitte der 90-er Jahre gehörte er als Patientenvertreter dem Wissenschaftlich Medizinischen Beirat (WMB) dieser Organisation an und seit 2003 koordiniert er dieses Gremium.
Ebenfalls war Badura seit 2007 maßgeblich an der Implementierung zweier Stiftungsprofessuren in Bonn und Regensburg beteiligt, die nachhaltig eine Verankerung dieses Forschungsgebietes in der universitären Forschungslandschaft Deutschlands gewährleisten.
Von 2005 bis 2023 war er über 18 Jahre als themenbezogener Patientenvertreter für das Gebiet der Augenheilkunde beim Gemeinsamen Bundesausschuss, dem wichtigsten Entscheidungsgremium in der Selbstverwaltung, in Berlin akkreditiert.
Es war 2004 die Initiative von Franz Badura, über den WMB ein internationales Forschungskolloquium auf die Beine zu stellen, das „Potsdam-Meeting“, welches sich seit 2005, insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs, zu einer festen Größe in der gesamten Netzhautforschungslandschaft etabliert hat. Dieses steht seit 2025 unter der Schirmherrschaft der Albrecht-Mayer-Stiftung für Netzhautforschung, welche 2011 von Franz Badura und Albrecht Mayer ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit dem Solo-Oboisten der Berliner Philharmoniker und internationalen Solokünstler sowie 3-fachen Echo-Klassik Preisträger, Albrecht Mayer, hat sich Badura zum Ziel gesetzt, ein neues, effizientes Förderinstrument für die Netzhautforschung zu etablieren.
Prominentestes Kuratoriumsmitglied dieser Stiftung ist sicherlich der ehemalige Chef-Dirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle.
